Weißwein

Weißwein wird nicht ausschließlich nur aus der gelben oder grünen Traube gewonnen, sondern auch aus der roten - allerdings nur, wenn deren Schale bei der Kelterung nicht mitverarbeitet wird. Insbesondere Schaumweine, aber auch der Champagner, wird gerne aus deutschem schwarzem Riesling, dem Pinot Noir gewonnen.

Die bekannteste und edelste deutsche Weißweinrebe ist der Riesling. Der Sauvignon Blanc, aber auch der Chardonnay, ist international am Bedeutendsten. Die Airen Rebe belegt weltweit die größte Rebfläche, die Sultana hingegen fast gänzlich eine Tafeltraube. Einige andere werden zur Cognac Gewinnung herangezogen.

Nach der Lese der weißen Trauben werden die Stiele entfernt und die Pressung kann beginnen. Im Gegensatz zum Rotwein gibt es hier in der Regel keine Maische-Standzeit. Anschließend findet der Gärprozess statt, dem der Weinausbau in Holzfässern, Barrique oder Stahltank. Einige weiße Rebsorten sind für den Barriqueausbau nicht geeignet, da ein punktgenauer Zeitpunkt des Verlassens nur sehr schwer zu bestimmen ist. Wird dieser Punkt nicht optimal abgepasst, besteht die Gefahr, dass die Holznuance dominiert. Eine geeignete Rebsorte ist unter anderem der Chardonnay, der im Barrique bis zu drei Jahren ausgebaut werden kann.

Nach der Reife im Fass oder Tank benötigen nahezu alle Weißweine nochmals eine Flaschenreife. Man sagt den Weißweinen zwar nach, dass diese nicht so lagerfähig sind wie Rotweine, doch dies entspricht nur bedingt der Realität: Der grüne Veltliner, allerdings als Smaragdausbau, sowie der Traminer, können bis zu 25 Jahre gelagert werden. Es gibt sogar einen Weißwein (Chateau d´Yquem - 1795), dem man nachsagt, er wäre „ewig haltbar". Besonders lagerfähig werden Weißweine, wenn ihr Anbau edelsüß ist. Diese Trauben erntet man erst dann, wenn ihnen das Wasser durch Edelfäule entzogen wurde, was den Zuckergehalt konzentrieren lässt.